Ich würde auf der PS2 üben und die Präzision dann in der Arcade perfektionieren, Stepmania ist dafür IMO ziemlich ungeeignet. Ich gehöre allerdinsg (leider) auch zu den Spielern, die extrem empfindlich auf eine falsche Synchronisation reagieren.
Mein Weg zum präzisen Spieler war so:
Nachdem ich etwa ein halbes Jahr Spielpraxis mit den PS2 Versionen und Stepmania hatte, stand ich vor dem Problem, das es nicht mehr voranging. Weder wurden meine Wertungen bei den Liedern die ich konnte besser, noch schaffte ich neue Lieder. Die Probleme waren zum einen, daß ich die Pfeile nicht mehr auseinanderhalten konnte, noch war meine Präzision besonders gut. Ersteres versuchte ich noch durch üben von Liedern in den Griff zu bekommen, oder anders gesagt: ich versuchte mir den Rhythmus von schwierigen Passagen zu merken. Leider machte mir das gar keinen Spass (ich habe Auswendiglernen schon immer gehasst), ausserdem nütze mir das bei unbekannten Liedern nichts. Ich wollte unbedingt jedes Lied gut spielen können, ohne es jemals vorher gehört zu haben. Zu dem Zeitpunkt schaffte ich mit viel Glück manche 6Fuss Lieder, wenn ich einen Song geübt hatte auch mal einen 7er oder 8er. Irgendwann hab ich dann Slaine wohl mal vorgeweint, daß ich die Pfeile nicht auseinanderhgalten kann, woraufhin er mir den ultimativen Tip gab: Speedmods. Ich spielte erstmals mit einer Scrollgeschwindigkeit von *1.5 und plötzlich konnte ich Lieder spielen, die ich vorher nie verstanden hatte.
Mit den Speedmods schaffte ich dann innerhalb von wenigen Tagen die meisten 7Fuss Lieder, lediglich anstrengende Lieder wie Healing Vision~angelic mix Standard klappen nicht, weil meine Kondition nicht reichte. Ein weiteres Problem war, das ich Techniken wie Crossover nicht konnte. Ich beschloss, weil es mal wieder nicht voranging, mich erstmal auf die Light Schwierigkeitsstufe zu beschränken um die erforderlichen Techniken bei langsamen Schrittfolgen zu üben. Jetzt wird vielleicht der ein oder andere fragen "Warum Light und nicht Standard?" Ganz einfach: Lieder auf Light haben meistens nur lange folgen von Viertelschritten die man sehr gleichmässig runterspielen kann. Auf Standard gibt es meistens wechsel von Viertel- und Achtelpfeilgruppen, wodurch sich das Spieltempo ständig ändert. Auf Heavy gibts dann wieder die gleichmässigen Achtelfolgen, die waren mir damals aber viel zu schwer.
Jetzt lernte ich zwar die ersten langsamen Crossover aber das Problem der vielen Greats blieb. Ich fing dann an mich genau auf den Takt zu konzentrieren und lernte dabei, das beim spielen der Ton für die Präzision viel wichtiger ist als das Bild. Bis zu dem Zeitpunkt hab ich nur auf Sicht gespielt, was den Spieler bei der Präzision nicht weiterbringt. Eine grosse hilfe ist dabei wenn man versucht, das Auftrittgeräusch mit dem Rhythmus vom Lied zu kombinieren. Stellt man dann noch die Scrollgeschwindigkeit hoch kann man auch optisch genauer erkennen wann man steppen muss. Erst durch die Kombination dieser drei Sachen lernte ich überhaupt, mich nach dem Thythmus zu bewegen. Nach einigen Tagen war es dann so weit, ich hatte in DDR MAX bei Lovin you light mein erstes AAA. Das war auch der Zeitpunkt, wo ich aufhörte Stepmania zu benutzen. Ich hatte zum einen keine Lust mich stundenlang damit zu beschäftigen, den Lag wegzubekommen und zum anderen nervten mich die falsch synchronisierten Lieder sehr.
Ich habe mir dann angewöhnt, daß ich immer zuerst ein paar Songs auf Light spiele, mit dem ziel ein AAA zu erreichen - was natürlich anfangs nicht klappte

Die Präzsion verbesserte aber auch meine Scores auf Standard bzw Heavy massiv, eine C oder D Wertung gab es zu der Zeit dann kaum noch. Selbst heute, fast zwei Jahre später, spiele ich immer noch zum aufwärmen ein paar Light Songs. Mit der Zeit lernt man dann recht schnell, die Viertel- und Achtelsteps, die man leicht ablaufen kann, im richtigen Moment zu spielen. Dann muss man weiter üben, die Präzision auch bei komplizierten Runs beizubehalten. Das wichtigste dabei ist, das man die Runs absolut flüssig lesen kann. Muss man den Fuss im letzten Moment schnell umsetzen, weil man sich verlesen hat, ist das mit ziemlicher Sicherheit ein Great. Bei Galopps (die mir anfangs sehr große Probleme machten) ist es auch nur eine Frage der Zeit, ich habe damals oft "Cowgirl" gespielt, weil es recht einfache Galopps hat.
Eine weitere große Hilfe war mir natürlich auch die Bar an meinem Pad. Ich bin unsportlich, alt und hab nen schlechten Gleichgewichtssinn, da ist die Bar schon eine sehr große Hilfe

. Allerdings ist die Bar, wenn man keine Konditionsprobleme hat, eher ein nachteil bei der Präzssion. Insbesondere bei dem vorden und den hinterem Pfeil schleicht sich schnell ein Great ein, weil der Körper-Pfeil abstand bei den beiden Pfeilen doch sehr unterschiedlich ist. Noch schlimmer wird das ganze, wenn man sehr langsame Lieder spielt, da verschlechtert die Bar den Score meistens weil man oft zu früh steppt.
Die aktuelle Situation: Inzwischen spiele ich (aufgrund der langen Erfahrung) fast jeden Schritt der auf einer Viertel- oder Achtelnote liegt immer mit einem Perfect. Die Bar ist zu ner reinen Gleichgewichtshilfe verkommen. Durch die Präzision bei den normalen Steps schaffe ich eigentlich bei jedem Lied problemlos ein AA, selbst wenn ich es vorher noch nie gespielt habe. Inzwischen kommt es auch öfter vor, das ich in einem Lied mehr Miss als Great habe, entweder ich treffe den Schritt richtig oder gar nicht. ein paar vereinzelte Great schleichen sich natürlich tzrotzdem ein, ich bin ja keine Maschine
In der Arcade ist es natürlich noch etwas anders, man muss sich aufgrund der harten Timings halt noch mehr konzentrieren, oft ist die Aukustik da auch nicht so toll, so daß man sich schnell ein paar Greats einhandelt. Aber auch da gilt: Übung macht den Meister
Michael